Seit 1973
Das älteste ununterbrochen bespielte Queer-Cabaret der Welt – eigenes Haus, eigenes Ensemble, eigene Shows.
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1973St. Georg · Pulverteich
Das erste Pulverfass
Alles fing in der Straße Pulverteich im Stadtteil St. Georg an. Schon der Vater von Heinz-Diego Leers, der das Pulverfass, wie wir es heute kennen, 47 Jahre lang führte, betrieb dort unter demselben Namen ein Striptease-Lokal. Der Junior übernahm den Laden des Vaters, wollte eigentlich eine Diskothek daraus machen. Zur Neueröffnung lud er dann allerdings Travestie-Künstler ein. Weil die sehr gut ankamen, setzte er ganz auf Travestie.
„Damals saßen wir oft allein im Laden. Die Leute trauten sich nicht herein.“
Heinz-Diego LeersDamals war Travestie noch relativ unbekannt und galt als anrüchig. Ein Pulverfass – im gesellschaftlichen Sinne – war das Thema zu den Gründungszeiten allemal.

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2001Reeperbahn 147
Auf die Reeperbahn
2001 zog das Pulverfass von St. Georg ins ehemalige „Oase“-Kino in der Reeperbahn. Die Reeperbahn ist traditionell die Bühne für Exoten und Paradiesvögel, und so waren hier von Beginn an die Berührungsängste kleiner, der Erfolg umso größer.
Frech-frivol, immer charmant und unterhaltsam im Sekundentakt: Pro Abend standen um die zehn Künstler auf der Bühne, es gab Revuen, Gesang, Comedy, Striptease – und gutes Essen.
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Zu Gast im Fass
Auch Promis mochten das Flair
- Mary Roos
- Vicky Leandros
- Caterina Valente
- Udo Lindenberg
- Verona Pooth
- Andrea Berg
- James Last
Bandleader James Last schmiss mal eine Lokalrunde für alle Gäste, Mary Roos verguckte sich in das Abendkleid einer Travestie-Künstlerin und trat damit in einer Fernsehshow auf. Bekannte Travestiekünstler wie Olivia Jones und Mary & Gordy wagten hier die ersten Schritte auf die Showbühne.
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2021Ein neues Kapitel
Der große Relaunch
Nach fast fünf Jahrzehnten übergab Gründer Heinz-Diego Leers sein Pulverfass in neue Hände: Seit Juli 2021 führt ein neues Team das Haus, Geschäftsführer ist Maximilian Protsch.
Das Ziel von Anfang an: die Legende nicht nur bewahren, sondern neu zum Leuchten bringen. Bars und Saal wurden komplett umgebaut, mit größerer Bühne und neuer Technik – und die Bar wurde zur UnFassBar, unserem Restaurant und Supper Club. Aus der Travestie-Tradition wuchs queeres Cabaret für heute – mit eigenem Ensemble, internationalen Künstler*innen und eigenen Shows, von der großen Revue bis zur Pulverlesque.
Unser Anspruch für die nächsten fünfzig Jahre: das beste queere Cabaret der Welt – hier auf der Reeperbahn.

Tradition ist bei uns kein Museumsstück.
Sie bekommt regelmäßig ein neues Kostüm.
Drag und Travestie, Akrobatik, Live-Gesang, Tanz, Comedy, Burlesque und Boylesque – mit internationalen Künstler*innen und wechselnden Eigenproduktionen. Unterhaltungstheater mit Haltung, aber ohne erhobenen Zeigefinger.
Zum SpielplanFünf Jahrzehnte Glitzer











